SNM Tankstelle - herbertanglikers-modelleisenbahnen

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Bausatz SNM Tankstelle: Ein Baubeschrieb

Dieser Baubeschrieb wurde auch im Spur Null Magazin SNM Forum im Dezember 2016 veröffentlicht:

Anlässlich des Jubiläums des Spur Null Magazins SNM wurde ein grösserer Bausatz eines attraktiven 50er Jahre Tankstellenmodells, bestehend aus vier MDF Platinen, in zwei Heften beigelegt. Eine detaillierte Bauanleitung erschien schon im Spur Null Magazin Heft 25 und 26: Hier möchte ich einige Ergänzungen bezüglich Baureihenfolge, Bauschritte, Änderungen etc. geben.

Das Gebäude
Begonnen habe ich mit dem Werkstattgebäude. Die vier Seitententeile wurden in den Boden gesteckt und die Seitenteile verleimt. Die Teile wurden in den Ecken mit Holzkitt verspachtelt und mit Schleifpapier glatt geschmirgelt. Anschliessend wurden sie cremefarbig und der Boden hellgrau lackiert. Damit die Seitenteile wieder in die Bodenplatte gesteckt werden können, müssen die Zapfen der Seitenteile und die Schlitze des Bodens passend geschliffen werden. Anschliessend können die Seitenteile mit dem Boden verleimt werden.

Auf dem Bild ist der Boden noch nicht mit den Seitenteilen verleimt.

Wie schon im Spur Null Magazin beschrieben ist der heikelste Teil des Bausatzes das Biegen der runden Ecken des Vorbaus. Die müssen gut eingefeuchtet und geduldig gebogen werden. Die senkrechten Gravierungen helfen die Ecken zu biegen. Es lässt sich aber nicht vermeiden, dass an den Gravierungen das MDF etwas bricht. Es darf nur nicht zu einer Trennung kommen. Nach dem Trocknen werden die Ecken mit flüssigem Sekundenkleber verfestigt (ein sehr guter Tip vom SNM). Erstaunlich wie blitzschnell der flüssige Sekundenkleber vom MDF eingesogen wird. Anschliessend wurde der Vorbau ebenfalls cremefarbig lackiert.
Etwas unschön wirken die senkrechten Gravierungen an den runden Ecken. Deshalb wurden sie mit Holzkitt gespachelt und anschliessend wieder cremefarbig lackiert. Der ganze Vorbau wurde abgedeckt, so dass nur die Türöffnung frei blieb. Diese wurde anthrazitfarbig lackiert.
Damit der Vorbau in das Werkstattgebäude gesteckt werden kann, müssen die Schlitze und Zapfen passend geschliffen werden. Bei der Wand mit den Fliesen muss sehr sorgfältig gefeilt werden, damit die Fliesen nicht aufbrechen.

Spätestens jetzt realisiert man, dass die Fliesen nicht bis ganz nach oben und unten gezeichnet sind. Das Dach enthält eine Umrandung, die dies verdeckt. Beim Boden fehlt eine solche Umrandung, die auch als Stufe bei der Türe wirkt. Sie muss deshalb hergestellt werden. Die Umrandung, ca. 9 mm breit, wurde aus 3 mm dicken MDF Teilen zusammengesetzt, passend geschliffen und wie der Boden hellgrau lackiert.

Im Bild ist das Fenster schon anthrazit lackiert und der kleine Tresen im Vorbau ist auch schon hellgrau lackiert und eingesetzt.
Im Nachhinein denke ich, wäre es einfacher gewesen, wenn man das Dach als Boden verwendet hätte. Da wäre die Umrandung schon dabei gewesen sein. Allerdings wäre dann der Überhang des Daches kleiner geworden. Oder man hätte die Umrandung sorgfältig vom Dach abschneiden und dann unten an dem Boden ansetzen können.

Das Dach
Die Dachanordnung mit dem überlappenden Vordach hat mir nicht so gefallen. Ich habe mich von den Illustrationen im Spur Null Magazin Heft 25 und 26 inspirieren lassen und habe mich für ein durchgehendes Dach entschieden. Zu diesem Zweck musste das Dach mit einer 3 mm MDF Platte aufgedoppelt werden und mit dem Vordach verklebt werden. Man erhält so auch ein um 1 cm verlängertes Vordach.
An den Rändern des Vordaches wurden noch 3 mm dicke, 6 mm breite MDF Streifen aufgebracht und so der Dicke des restlichen Daches angepasst. Die Unterseite des Daches wurde cremefarbig lackiert. Die Schlitze wurden soweit erweitert, dass das Dach einfach auf das Gebäude aufgesetzt und immer wieder abgenommen werden kann. Das Dach wurde mit einem L-Kunststoffprofil 9 mm Höhe x 8 mm Tiefe (aus einem 10 x 10 mm Kunststoffprofil aus dem Baumarkt) ummantelt. Anschliessend wurde das Dach mit Schleifpapierstreifen bedeckt.
Als Dekoration wurde ein rot lackierter 4 mm breiter und 0.25 mm dicker Evergreen Streifen aufgebracht.

Inspiriert durch die Illustrationen wurde ein Abzug aus 0.5 mm Polystyrol hergestellt. An Hand von Papiermodellen in zwei Grössen wurde zuvor eine harmonische Grösse des Abzuges ermittelt. Die kleinere Version wurde gewählt.

Im Bogenbereich wurde zuviel Plastikkleber aufgetragen. Daher hat sich dort leider das dünne Polystyrol etwas aufgeweicht.
Die Tankstelle sollte auch beleuchtet sein. Als Beleuchtung wurde eine Wageninnenbeleuchtung von Modellbahnbau Gruner (www.modellbahnbau-gruner.ch) bzw. Railroad24.com (www.railroad24.com) verwendet, die entsprechend aufgetrennt wurde.

Die Tanksäulen
Die beiden inneren Teile der Tanksäule wurden zusammengeleimt und rot lackiert. Die Blenden wurden weiss lackiert, die Esso Abziehbilder von A.C.B. Shop (www.acb-shop.de) aufgebracht und mit mattem Lack versiegelt. Die Kanten der Blendenöffnung wurden innen abgeschrägt, so dass die passend geschnittene Klarsichtfolie hineinpasst, aber nicht vorne rausfällt. Auf dem PC wurde eine Skala gezeichnet und ausgedruckt. Die Klarsichtscheibe wurde mit UHU Kraft Alleskleber (trocknet glasklar) auf die etwas grössere Skala aufgeklebt. Das Ganze wurde dann innen auf die Blende geklebt. Sollte die Blende nicht plan auf dem roten Innenkörper liegen, weil die Klarsichtscheibe etwas vorsteht, muss der Innenkörper passend ausgefräst werden. Dann kann zusammen geklebt werden.

Eine Blende wird auf einer Seite angebracht und zwei Löcher gebohrt. Der Zapfhahn, der vom Zapfsäulenset von Luetke (www.luetke-modellbahn.de) stammt, wird mit dem Tankschlauch, einer 1 mm dicken Schaltlitze, verleimt. Der Schlauch wird ins Loch geklebt. Der Zapfhahn wird nur hineingesteckt, so dass auch Szenen beim Autotanken dargestellt werden können. Anschliessend werden die Tanksäulen auf die Tankinsel geklebt.

Links im Bild ist die fertige Tanksäule und rechts ihre Bestandteile abgebildet.

Beim Zusammenkleben von Dach, Dachstützen und Tankinsel bin ich gegenüber dem Spur Null Magazin in umgekehrter Reihenfolge vorgegangen. Die Dachstützen wurden zuerst ans Dach geklebt. Das Dach wurde auf das Gebäude gesetzt. Anschliessend wurde die Tankinsel an die Dachstütze geklebt. Die Tankinsel wurde beim Kleben nach unten gedrückt, um so zu gewährleisten, dass die Tankinsel mit dem Gehäuseboden auf die gleiche Ebene zu liegen kommt. Auf dem Bild sieht man, dass daher bei mir die Dachstütze nicht ganz bis auf die Unterseite der Tankinsel reicht.

Die Inneneinrichtung
Die Inneneinrichtung der Werkstatt stammt hauptsächlich von Luetke (www.luetke-modellbahn.de). Tisch, Stühle und Regal waren Beilagen im Spur Null Magazin.

Auf dem Bild werden die Grenzen von Lasercut und MDF bei kleinen Modellen offenbar. Der Stuhl rechts sieht sehr grob aus. Die Stuhlbeine und Lehne wurden verschmälert, die vordere Querverbindung der Beine und die obere Querverbindung der vorderen und hinteren Beine wurden abgeschnitten. So sieht der Stuhl schon wesentlich filigraner aus. Stühle und Tisch wurden braun lackiert.

Der Werkstattwagen von Luetke wurde aussen rot lackiert.
Das Regal wurde mit Dosen und Kanistern bestückt. Die Dosen bestehen aus 2 mm (Höhe 5 mm) und 3.2 mm (Höhe 4 mm) Polystyrol Rundprofil, und die Kanister aus 2 x 5 mm Polystyrol Rechteckprofil mit Höhe 7 mm.
Die beiden Tore sind anthrazit lackiert. Ein Tor erhielt Türklinken von Addie. Die Tore sind nur eingeklemmt und können so geschlossen oder geöffnet dargestellt werden.
Der Durchgang vom Vorbau zur Werkstatt erhielt eine graue Türe aus 1 mm Polystyrol mit Türklinken von Addie (addie-modell.de).
Die Werkstatt erhielt noch einen Tresen aus 1 mm Polystyrol, mit Auftragsblatt und Sodadose!

Die fertige Tankstelle
Hier sieht man die Tankstelle bei Nacht. Die Beleuchtung auf den Bilder erscheint nicht sehr hell, in Wirklichkeit ist sie heller.
Copyright by Herbert Angliker
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